Überstunden in Marokko

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  • Warum Überstunden im Unternehmen?
  • Überstunden: Was ist das?
  • Wie werden Überstunden kompensiert?
  • Wie berechnet man Überstundenvergütung?
  • Welche Strafen drohen bei Nichtbezahlung von Überstunden?

Jede Arbeitsstunde, die auf Verlangen des Arbeitgebers über die gesetzliche Dauer hinaus geleistet wird, ist eine Überstunde.

Alle Unternehmen in Marokko haben das Recht, zusätzlich zu der im Arbeitsgesetzbuch festgelegten gesetzlichen Arbeitszeit Überstunden zu verlangen. Einige Unternehmen bieten feste Zeitpläne an, während andere aufgrund der Art der durchgeführten Tätigkeit eher flexible oder wechselnde Zeitpläne vorschreiben.

Warum Überstunden im Unternehmen?

Nach dem marokkanischen Arbeitsgesetzbuch gibt es mehrere Gründe für Überstunden:

  • Eine höhere Arbeitsbelastung
  • Der Ersatz eines Mitarbeiters, der von seiner Stelle abwesend oder unterbesetzt ist
  • Das Unternehmen kann mit einer nationalen Aufgabe konfrontiert werden, die es zwingt, die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter zu verlängern.

Der Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, Überstunden außerhalb der im Arbeitsvertrag festgelegten Stunden zu leisten. Er hat ein Weigerungsrecht und darf in keinem Fall von seinem Arbeitgeber für seine Weigerung sanktioniert werden.

Überstunden: Was ist das?

Nach dem marokkanischen Arbeitsgesetz sind Überstunden Arbeitsstunden, die über die normale Arbeitszeit des Arbeitnehmers hinausgehen.

Wenn ein Arbeitnehmer während eines Feiertags oder Jahresurlaubs oder einer Arbeitsunterbrechung wegen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit bei seinem Arbeitgeber beschäftigt ist, gelten die Arbeitsstunden dieses Arbeitnehmers als Überstunden und müssen von der Vergütung vergütet werden Arbeitgeber.

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Wie werden Überstunden kompensiert?

Gemäß Artikel 196 des marokkanischen Arbeitsgesetzbuchs müssen Überstunden zusätzlich zum Gehalt, das der Arbeitnehmer erhält, vergütet werden.

Die Bezahlung von Überstunden muss automatisch mit dem Gehalt erfolgen und nicht danach oder vorher, sofern in einer internen Regelung oder einem Artikel des Arbeitsvertrags nichts anderes bestimmt ist.

Bei der Berechnung des Überstundenausgleichs sind alle mit dem Gehalt verbundenen Nebenleistungen zu berücksichtigen.

Es ist zu beachten, dass die dem Arbeitnehmer entstehenden Transportkosten oder andere Ausgaben im Zusammenhang mit der Erbringung seiner Arbeitsleistung während des Monats bei der Berechnung der Überstunden nicht berücksichtigt werden dürfen. Gleiches gilt für die Familienbeihilfe.

Wie berechnet man Überstundenvergütung?

Gemäß Artikel 201 des marokkanischen Arbeitsgesetzbuchs variiert die mit Überstunden verbundene Erhöhung je nach geleisteter Arbeitsstunde und Art der Tätigkeit.

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Fall von nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten:
Für normale Arbeitstage
Überstunden zwischen 6:00 Uhr und 21:00 Uhr: 25 % Erhöhung des Grundstundenlohns;
Zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr geleistete Überstunden: Erhöhung um 50 % des Grundstundenlohns.
Für Sonn- und Feiertage
Überstunden zwischen 6:00 Uhr und 21:00 Uhr: 50 % Erhöhung des Grundstundenlohns
Überstunden zwischen 21:00 Uhr und 6:00 Uhr: 100 % Erhöhung des Grundstundenlohns
Fall von landwirtschaftlichen Tätigkeiten:
Bei Überstunden ist mit einer Gehaltserhöhung zu rechnen:

25% für Überstunden, die zwischen 5 und 20 Uhr liegen.
50% wenn die Überstunden zwischen 20 und 5 Uhr liegen.
100% wenn die Überstunden des Arbeitnehmers an seinem Ruhetag geleistet werden.
Auch wenn der Arbeitnehmer für seinen Ruhetag, an dem er gearbeitet hat, einen Ausgleichstag erhält, müssen die Überstunden dennoch ausgeglichen werden.

Welche Strafen drohen bei Nichtbezahlung von Überstunden?

Bei Nichteinhaltung der Überstundenvergütung durch den Arbeitgeber kann sich der Arbeitnehmer an das Arbeitsinspektorat wenden.

Er muss die geleisteten und nicht abgegoltenen Überstunden nachweisen.

Gemäß Artikel 203 des Arbeitsgesetzbuchs muss der Arbeitgeber bei Nichtbezahlung von Überstunden eine Geldstrafe zwischen 300 und 500 dhs zahlen.

Je mehr Beschäftigte keine Überstundenvergütung in Anspruch genommen haben, desto stärker wird das Bußgeld erhöht. Die an den Arbeitgeber zu zahlende Gesamtstrafe darf jedoch die Summe von 20.000 dhs nicht übersteigen.

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